Wie Sie für Patienten attraktiv werden

Es gibt in Deutschland etwa 35.000 Heilpraktiker[1] und 342.000 Ärzte[2], das sind etwa 215 potenzielle Patienten je Heilkundigem. Das ist ein starker Wettbewerb. Wer hier als Heilpraktiker[3] sein Auskommen finden möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als auf sich aufmerksam zu machen – zu werben.

Bevor wir aber in die Praxis der Werbung einsteigen, müssen wir uns zunächst mit den Motiven unserer Zielgruppe „Patient“ vertraut machen. Denn eines ist klar: Der Blickwinkel eines Patienten ist naturgemäß immer ein anderer als der des Behandelnden. Obwohl man als Heilpraktiker natürlich auch gelegentlich Patient ist, bleibt die Sichtweise im Grunde eine andere. Man kann sein erworbenes Fachwissen nicht einfach abschalten.

Warum geht ein Patient überhaupt zum Heilpraktiker? Wo er dort doch die Behandlung in der Regel selbst bezahlen muss, während er gleichzeitig jeden Monat seinen Beitrag an die Krankenversicherung zahlt. Warum wendet jemand der klassischen Schulmedizin den Rücken zu?

Vor allem die überbewertete Apparatemedizin, aggressive Behandlungsmethoden und mangelnde Zuwendung[4] nagen am Vertrauen in die Schulmedizin. Für immer mehr Menschen ist „Chemie“ und die pharmazeutische Industrie negativ besetzt. Man bevorzugt pflanzliche Heilmittel und eine ganzheitlich orientierte Behandlung, die sich dem Patienten öffnet. Man wünscht sich zutiefst, dass hier jemand ist, der sich wirklich für einen interessiert, jemand der sich kümmert, jemand dem man vertrauen kann.

Erfolgsfaktor Vertrauen

Vertrauensgewinn ist demnach der eigentliche Schlüssel zum Patienten. Und bevor der Patient Vertrauen fassen kann, muss der Heilpraktiker Zutrauen in sich haben, dass er seinen Patienten auch wirklich helfen kann. Dies ist sicher einer der Gründe dafür, dass viele Heilpraktiker die Tendenz haben, einen bunten Strauß an Fort- und Weiterbildungen, an Zertifizierungen und Kursen zu absolvieren. Bis sich irgendwann bei ihnen das Gefühl einstellt: Jetzt habe ich so viel gelernt, so viele Prüfungen geschafft – ich muss einfach gut sein!

Das ist ein meist kostspieliger Weg. Aber reicht es aus Kenntnisse anzuhäufen? Kommt dann der Erfolg von ganz alleine? Reicht es, darauf zu warten, dass sich das dann schon irgendwie herumsprechen wird? Ganz klar: Nein! „Es kommt nicht darauf an was Du weisst, sondern wen Du kennst“[5]. Diesen Leitspruch kennen viele, doch was bedeutet das? Egal wie groß mein Wissen und wie vielfältig meine Fähigkeiten auch sind, so lange ich diese nicht anderen Menschen interessant und charmant präsentiere, werde ich unerkannt bleiben. Und da die Aufmerksamkeit der Menschen begrenzt ist, wird es unmöglich sein, in einem kurzen Gespräch, in einer Vorstellungsrunde, in einer Zeitungsanzeige mein komplettes Erfahrungsbündel in allen Facetten zu präsentieren.

Elevator Pitch als Basis der Eigenwerbung

Doch das ist noch lange kein Grund aufzugeben. Es gibt eine bewährte Technik, mit der man lernt, in kürzester Zeit (zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten) sich und sein Angebot zu präsentieren: Den „Elevator Pitch“. Entstanden ist diese Form der Präsentation in den 1980er Jahren in den USA um Vorgesetzte in der kurzen Spanne einer gemeinsamen Aufzugsfahrt für sich und seine Idee zu begeistern.

Wer sich als Heilpraktiker im Rahmen der Struktur eines Elevator Pitches intensiv mit seinem eigenen Angebot beschäftigt hat, ist seinen Wettbewerbern einen großen Schritt voraus. Hier liegt der Kern der Werbestrategie, die am Ende zu einer gut gefüllten Praxis führt.

Gehen wir dazu noch einmal zurück zum Thema Selbstvertrauen: Welche konkreten Probleme Ihrer Patienten trauen Sie sich denn heute zu, erfolgreich zu behandeln? Wo haben Sie bisher Ihre größten Behandlungserfolge erzielt? Mit was wollen Sie sich langfristig beschäftigen? Wo schöpfen Sie aus eigener Erfahrungsquelle? Wo haben Sie – durch eigene Krankheitserfahrung oder durch engen persönlichen, vielleicht familiären Kontakt zu Betroffenen einen ganz besonderen Bezug?

Hier sind Sie sicher und hier verfügen Sie über einen tiefen Erfahrungsvorsprung und dieses Thema bzw. diese maximal drei Themen sollten Sie ins Zentrum Ihrer Eigenpräsentation stellen. Es müssen Problemfelder sein, bei denen in Ihrem Einzugsgebiet auch eine ausreichende Anzahl an Patienten zu erwarten sind[6]. Konzentration und Ausrichtung sind wichtig. Es wirkt wenig vertrauenswürdig, wenn jemand behauptet: „Ich kann mit der XY-Therapie im Grunde alles behandeln“. Selbst wenn es so wäre.

Was ist der Inhalt des Elevator Pitches[7]? Schreiben Sie auf: Warum braucht die Welt Sie als Heilpraktiker? Warum sind Sie für Patienten mit genau dieser Art von Problemen die beste Wahl? Denken Sie um: Sie sind z.B. kein Heilpraktiker, der mit Homöopathie behandelt, sondern jemand, der bei Arthrose wirksame Schmerzlinderung bietet und sich diesem Thema verschrieben hat!

Dem Patienten ist es im tiefsten Süden seines Herzens völlig gleichgültig, mit welcher Therapie Sie sein Leid lindern und was Sie darüber alles wissen und welche zig Kurse Sie dazu gemacht haben: Er will, dass ihm jemand jetzt zuhört und hilft, sein Problem zu lösen.

Formulieren Sie das einmal ganz konkret in einfacher Sprache, möglichst ohne Fachbegriffe, mit fesselnden Bildern, Vergleichen und Aussagen, die hängen bleiben. Binden Sie den vorerst noch imaginären Zuhörer mit rhetorischen Fragen ein, zeigen Sie Begeisterung und lassen Sie keine Langeweile aufkommen.

Bringen Sie das zu Papier. Dynamisch und zügig gesprochen, sollten Sie beim Vorlesen nicht mehr als 60, besser 45 Sekunden benötigen. Es geht nicht darum, marktschreierische Heilungsversprechen abzugeben (was Sie sowieso nicht dürfen) sondern spannend und authentisch zu vermitteln, dass Sie Lösungen zu bieten haben – natürlich nur, wenn das auch so ist.

Und halten Sie sich vor Augen: Dies ist der Kern Ihrer Werbestrategie. Der Samen aus dem sich die Erfolgspflanze entwickeln wird. Die Stunden und vielleicht Tage, die Sie damit verbringen, werden sich vielfältig auszahlen. Wenn Sie das nicht alleine können, lassen Sie sich von einem Coach helfen. Erst wenn Sie es denn geschafft haben, den Kern Ihrer Leistung für die Patienten auf diese Weise kristallklar und spannend zu formulieren, können Sie daraus alle weiteren Maßnahmen ableiten. Wer das umgekehrt macht, wird zwangsläufig viel Lehrgeld zahlen.

Lernen Sie das Ergebnis auswendig, bis Sie es in einer spontanen Gesprächssituation oder in einer Seminar-Vorstellungsrunde völlig locker „rüberbringen“. Es ist Ihre maßgeschneiderte Eigenpräsentation, etwas was nur auf Sie persönlich passt: Ihr – um in es in der Marketingsprache zu sagen – Alleinstellungsmerkmal[8] oder Ihr USP. Zu Papier gebracht könnten Sie es einem guten Werbefachmann in die Hand drücken und er wird froh sein, endlich einmal ein perfektes Briefing[9] für die von ihm zu vermittelnde Werbebotschaft zu erhalten.

Werben als Heilpraktiker?

Aber: dürfen Heilpraktiker überhaupt werben? Dazu kursieren die wildesten Gerüchte. Viele Heilpraktiker sind immer noch der Meinung, dass sie einem Werbeverbot unterliegen. Das stimmt so jedoch nicht. Natürlich verbietet sich reißerische, vergleichende oder irreführende Werbung bei diesem Berufsbild von selbst. Und genau so selbstverständlich sind die Vorgaben des Heilpraktiker-Gesetzes (HeilprG[10]), des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und des Gesetzes über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz[11]) zu berücksichtigen.

Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker Bundesverband e.V. (VDH) schreibt zum Thema Werbung der Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) unter anderem[12]:

  • Heilpraktiker unterliegen keinem generellen gesetzlich normierten Werbeverbot. (Art. 8/1)
  • Die Art und Größe von Praxisschildern ist nicht gesetzlich geregelt. (Art. 9/1)
  • Für den Anlass und die Größe von Insertionen bestehen keine gesetzlichen Vorschriften. (Art. 12/1)

Also: Sie haben vielfältige Möglichkeiten für Ihre Praxis zu werben. Und im Grunde dürfen Sie nur das nicht, was Ihnen sowieso eher schaden als nutzen würde. Marktschreierei bringt kein Vertrauen. Orientieren Sie sich daran, dass Sie über sich, Ihr Therapieangebot, über Ihre Praxis und Veranstaltungen durchaus informieren dürfen. Dass Sie sagen dürfen, welche Krankheiten Sie behandeln – wenn Sie nicht gleichzeitig versprechen, dass Sie diese auch heilen können.

Werbestrategie in der Praxis

Wie geht es nun konkret weiter? Wie schafft man als es Heilpraktiker, das Vertrauen einer so großen Anzahl an Patienten zu gewinnen, dass man von seiner Praxis auch leben kann?

Bleiben wir dazu beispielhaft einmal bei einem Heilpraktiker, der sich auf das Thema Arthrose spezialisiert und dazu eine wirksame Behandlungsmethode gefunden hat. Auf Basis seiner Stoffsammlung, die er für den Elevator Pitch bereits erstellt hat und aufgrund seines angesammelten Wissens und seiner Erfahrung schreibt er einen (populärwissenschaftlichen) Artikel. Im Idealfall mit einer gut begründeten, gerne auch provokanten These, wie man Schmerzen bei Arthrose lindern kann. Dabei geht es nicht darum, seine Behandlungswege im Detail zu beschreiben – Ziel ist es ja nicht andere Behandler schlau zu machen und von ihnen als fachliche Autorität gesehen zu werden – sondern potenziellen Patienten seinen generellen Behandlungsweg nahezubringen und Neugierde zu wecken.

Unser Heilpraktiker hat natürlich bereits eine informative und übersichtlich strukturierte Website, z.B. mit dem Leser- und Suchmaschinen-freundlichen Domain-Namen arthrose-info-meinort.de oder arthrose-praxis-meinname.de die gut über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten informiert. Die Website ist eine sogenannte Content-Management-System-Website (z.B. auf Basis von Joomla[13]) damit er sie selbst aktualisieren kann. Seine Website trägt er in Therapeuten­datenbanken und themenbezogene Internet-Portale ein. Viele erlauben den kostenlosen Eintrag, bei besonders gut frequentierten Portalen kann es sich auch lohnen eine gewisse Gebühr zu zahlen. Die Entwicklung der Seitenbesuche beobachtet er über die Statistik seines Internet-Providers[14] oder über ein Webanalyse-Werkzeug wie Piwik[15], das er sich vom Webdesigner hat einrichten lassen.

Ein vertrauenserweckende professionelle Fotografie von sich und Bilder seiner Praxis sind darauf natürlich auch zu sehen. Auf extravagantes oder allzu „esoterisch“ wirkendes Design hat er verzichtet. Auch weiss er, dass es bei der Unzahl an vorhandenen Logos (obwohl sein Graphiker etwas anderes behaupten würde) weniger auf ein ausgefallenes Signet, als auf eine insgesamt attraktive und wiedererkennbare Gestaltung ankommt. Sein Name steht dabei im Mittelpunkt. Schnell eine praktikable Lösung zu finden ist der Weg – die meisten Heilpraktiker machen aus dem Gestaltungsprozess eine langwierige Selbstfindungsaktion. „Der Köder muss dem Fisch schmecken – nicht dem Angler“ ist die Devise. Nicht perfekt muss die Seite sein, sie muss den potenziellen Patienten bei seinem Problem abholen.

Eine Informations-Visitenkarte mit Namen, Anschrift, Webadresse, Sprechzeiten und auf der Rückseite den Behandlungsschwerpunkten gehört ebenfalls zur Grundausstattung des Heilpraktikers.

Als nächstes schreibt er eine Checkliste, etwa mit dem Titel „10 Tipps für Arthrose-Patienten – Was Sie selbst tun können um Ihre Schmerzen zu lindern“, DIN A4, maximal 4 besser 2 Seiten. Diese Checkliste lässt er günstig drucken[16] und stellt sie gleichzeitig als PDF[17] auf die Website (im Idealfall so, dass man zum Download freiwillig seine E-Mail-Adresse einträgt – für zukünftige Infos per Mail im 3-Monats-Rhythmus).

Aus seinem Artikel entwickelt er zudem einen etwa einstündigen spannenden und unterhaltsamen Vortrag. Diesen Vortrag hält er dann, erst einmal kostenlos, später gegen kleine Gebühr, an einem geeigneten Ort in seiner Nähe. Vielleicht sogar bei einer Arthrose-Selbsthilfegruppe, die er über das Internet recherchiert hat.[18] Beim Vortrag liegen neben den Visitenkarten natürlich auch die ausgedruckten Checklisten aus. Eine Pressemitteilung[19] zum Vortrag hat er vorab bei Online-PR-Portalen[20] wie z.b. „open-pr“ veröffentlicht – natürlich immer mit Link zur Website.

Den Vortrag lässt der Heilpraktiker von jemandem (der das auch kann) auf Video aufzeichnen. Gute Beleuchtung[21] und perfekter Ton[22] sind dabei entscheidend. Am besten nimmt man mit zwei Kameras gleichzeitig auf – ein Bild zeigt den Vortragenden sehr nah, das andere einen etwas größeren Ausschnitt. So kann man später gut schneiden. Das Publikum sollte aus rechtlichen Gründen nur vom Rücken her zu sehen sein – was aber in einer Vortragssituation in der Regel der Fall ist. Den Vortrag lässt er schneiden – in einer Kurzfassung von ca. 3 Minuten und einmal in einer Langversion. Die Kurzfassung stellt er bei YouTube ein und im Beschreibungstext verlinkt er auf seine Website – nicht ohne die Checkliste zu erwähnen.

Da der Heilpraktiker weiss, dass in Deutschland der Marktanteil von Google inzwischen bei den Suchmaschinen (leider) über 91%[23] liegt, konzentriert er sich beim Online-Marketing auf dieses Thema. Daher richtet er auch eine kleine Google-AdWords-Anzeigenkampagne[24] ein – das sind die bezahlten, knapp gehaltenen Anzeigen, die am Rand der Google-Suchergebnisseiten stehen. Nach dem Anlegen eines Google-Kontos ist das nicht schwer. Der große Vorteil dieser Werbeart: Man zahlt per Klick – also nur dann, wenn jemand tatsächlich auf die Werbung reagiert. Und durch ein selbst eingestelltes Tagesbudget hat man die Kosten im Griff. Die zentralen Schlüsselworte („Keywords“) ergeben sich aus seinem Thema und in der Regel dem regionalen Bezug. („Arthrosetherapie MeinOrt“, „Arthrose Behandlung MeinOrt“ etc.). Immer aus der Betrachtungsweise des Hilfe-Suchenden heraus. Die Anzeige hat vielleicht den Text: „Hilfe bei Arthrose – 10 Tipps vom Heilpraktiker zur Schmerzlinderung“ oder „Arthrose – was nun? Patienteninfo vom Heilpraktiker zur Schmerzlinderung“ und der Anzeigenlink verweist (natürlich) genau auf die Seite der Website, bei der man das oben erwähnte PDFs herunterladen kann.

Und natürlich sieht man hier auf der Website auch den nächsten Vortragstermin, denn die Schritte „Artikel schreiben > Pressemitteilung > Vortag > Video“ werden so lange wiederholt, bis man eine kleine Palette an Themen (immer natürlich in dem gewählten Umfeld) zur Verfügung hat und diese immer weiter perfektioniert.

Selbstverständlich findet der Webseiten-Besucher inzwischen auch die Langversion des Vortrages auf der Website – oder kann sich (noch besser) eine DVD des Vortrags gegen eine kleine Schutzgebühr bestellen.

Parallel zu diesen Online-Aktionen bietet es sich für den Heilpraktiker an, mit Anzeigen in den regionalen Anzeigenblättern auf die Praxis und deren Vorträge aufmerksam zu machen, denn deren Akzeptanz im regionalen Bereich ist bei der Zielgruppe durchaus gut.[25] Dabei ist es viel wichtiger, regelmäßig in vernünftig sichtbarer Größe zu erscheinen, als groß und in Farbe und nur einmal im Jahr. Dies im Hinterkopf, lässt sich unser Heilpraktiker von den Anzeigenvertretern auch nicht verlocken bei Themenseiten mitzumachen. Er schaltet seine Anzeige 1-spaltig 50-80 mm oder 2-spaltig 40 mm in schwarzweiss, regelmäßig alle zwei oder vier Wochen (je nach Budget) in der richtigen Rubrik. Wenn das Budget dafür nicht reicht, dann eine minimalistische Fließtextanzeige die im Grunde den gleichen Text haben kann wie die Google-AdWords-Anzeige, ergänzt um eine Telefonnummer. „Hilfe bei Arthrose– Tipps zur Schmerzlinderung | Linda Muster, Heilpraktikerin, Tel. 000000, www.arthrose-info-meinort.de“

All die oben genannten Schritte haben ein Ziel: Die Reputation des Heilpraktikers in dem von ihm gewählten Themenfeld bei seinen potenziellen Patienten in seinem Einzugsgebiet zu steigern. Sichtbar zu werden. Zu zeigen: Hier ist vermutlich jemand, der das Wissen und die Erfahrung hat, mir bei meinem Problem zu helfen.

Will man erfolgreich sein, kann man auch als Heilpraktiker den oben beschriebenen Ablauf nicht einfach an eine Werbeagentur, einen Graphiker oder Webdesigner delegieren. Es gilt die zentrale Positionierung[26] wie einen Diamant zu schleifen. Dabei kann ein Marketing- oder Werbecoach[27] natürlich helfen. Einzelne Maßnahmen kann und sollte man in Profihände geben, wenn das Budget dafür vorhanden ist. Besonders angeraten ist das bei den Fotos.

Sich für eine Richtung zu entscheiden, klar zu werden und damit gleichzeitig scheinbar auf viele andere Wege zu verzichten, das erfordert Mut und das ist auch der Grund, warum es weit mehr Heilpraktiker und Therapeuten gibt, die von ihrer Profession leben wollen als solche, die das auch können. Belohnt wird dieser Mut durch den beim zukünftigen Patienten gewonnenen Vertrauensbonus, der letztendlich dafür sorgt, dass er den Kontakt zum Heilpraktiker aufnimmt.

Dieser Vertrauensvorschuss muss natürlich dann, wenn der Patient die Praxis betritt, auch eingelöst werden. Das Pflänzchen „Vertrauen“ braucht Nahrung, um groß und stark zu werden und im besten Fall Weiterempfehlungen zu erzeugen.

Hier haben Sie die Möglichkeit, als Heilpraktiker zu punkten. Sorgen Sie für ein professionelles Praxisumfeld. Nicht übertrieben aufwändig aber glaubwürdig. Nehmen Sie sich etwas mehr Zeit, als das der Schulmediziner machen könnte. Investieren Sie in ein vertrauensbildendes Gespräch. Holen Sie Ihren Patienten dort ab, wo er gerade steht. Seien Sie ganz klar in der Honorargestaltung und drucksen Sie an dieser Stelle nicht herum, wie das viele Kollegen machen. Wer seinen Wert kennt, braucht sich auch beim Honorar nicht zu verstecken. Stellen Sie Informationen und hilfreiche Adressen bereit. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Patienten mit in einem Beratungsrezept nützliche Empfehlungen für seine Situation auf den Weg zu geben. Nutzen Sie auf diese Weise das Rezept nicht als „Transportmittel für ein Medikament, sondern … auch [als] Träger liebenswürdiger, schriftlicher Ratschläge“[28].

Viel Erfolg beim Realisieren! Ihr René Greiner | www.greinerteam.de

[1]Statistisches Bundesamt, unter https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Gesundheitspersonal/PersonalLange_ReihePDF_2120732.pdf?__blob=publicationFile am 25.8.2014, Seite 39, Zeile 18
[2]Vergl. Ebd., Seite 39, Zeile 4
[3]In diesem Artikel wird unabhängig vom natürlichen Geschlecht (Sexus) der lesenden Heilpraktikerin oder des Heilpraktikers wertfrei das grammatische Geschlecht (Genus) verwendet.
[4]Buchbesprechung „Manfred Stöhr: Ärzte, Heiler, Scharlatane – Schulmedizin und alternative Heilverfahren auf dem Prüfstand Steinkopff Verlag, Darmstadt 2001“ von Gerald Mackenthun, Berlin unter http://www.ppfi.de/buchbesp/stoehr.htm, 25.8.2014,
[5]Frei nach Paul Arden, ehem. Kreativdirektor, Werbeagentur Saatchi & Saatchi
[6]Informationen dazu finden Sie bei Krankenkassen, beim Statistischen Bundesamt oder über die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (http://www.gbe-bund.de/gbe10/isgbe.prc_get_clob_text?p_uid=gast&p_aid=&p_sprache=D&p_th_id=50230&p_proc=PRC_PRODUKTE&p_text_name=Produkte)
[7]Dazu auch: „60 Sekunden Überzeugungsarbeit“, René Greiner, unter http://www.greinerteam.de/images/service/presse/12-05-gh_themen_elevator.pdf am 25.8.2014
[8]Siehe dazu auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Alleinstellungsmerkmal am 25.8.2014
[9]Information die eine Werbeagentur braucht, um ein Angebot abgeben oder einen Auftrag ausführen zu können.
[10]Nachzulesen: http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/
[11]Nachzulesen: http://www.gesetze-im-internet.de/heilmwerbg/
[12]Siehe http://www.heilpraktiker-berufs-bund.de/patienten/berufsordnung-heilpraktiker.html am 25.8.2014
[13]Info z.B. hier: http://www.joomla.org/3/de
[14]Internet-Anbieter, bei dem die Website gespeichert ist. Bekannt sind z.B. 1und1.de, strato.de oder kleinere Anbieter wie http://www.fc-hosting.de
[15]http://piwik.org/
[16]Infos dazu auf Anfrage beim Autor René Greiner, http://www.greinerteam.de
[17]Wenn es die eigene Textverarbeitungssoftware nicht kann z.B. mit dem PDF Creator: http://de.pdf24.org/ am 25.8.2014
[18]z.B. hier: http://www.deutsche-arthrose-stiftung.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=19&Itemid=64&661c4ae0fa09dd8770b156d80b212a8e=katbptkj
[19]Infos zum Verfassen von Pressetexten z.B. hier: http://www.greinerteam.de/images/service/presse/guh_06-11_pr.pdf
[20]Einige Portale finden Sie hier beschrieben: http://www.gruenderkueche.de/fachartikel/die-besten-10-kostenfreie-presseportale/ am 15.8.2014
[21]Zur Not Energiespar-Baustrahler auf Stativ einsetzen, Weißabgleich in der Kamera richtig einstellen
[22]Unbedingt Videokamera mit externem Mikrofoneingang verwenden, Ansteckmikofon mit Funkstrecke (kann man auch ausleihen) anschließen.
[23]http://de.statista.com/statistik/daten/studie/222849/umfrage/marktanteile-der-suchmaschinen-weltweit/ am 15.8.2014
[24]https://accounts.google.com/ServiceLogin?service=adwords&continue=https://adwords.google.com/um/gaiaauth?apt%3DNone%26ltmpl%3Djfk%26sourceid%3Dawo%26subid%3Dww-ns-g-awhp_nelsontest3_p&hl=de_DE&ltmpl=jfk&passive=86400&skipvpage=true&sacu=1&sarp=1&sourceid=awo&subid=ww-ns-g-awhp_nelsontest3_p
[25]http://www.pressedienste.info/zielgruppe/ am 15.8.2014
[26]Vgl. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Positionierung_%28Marketing%29 am 25.8.2014
[27]http://www.greinerteam.de/consulting/werbecoaching
[28]Adler fressen keine Fliegen: Günter F. Gross Erfolgsformeln, FinanzBuch Verlag, 2007, Seite 94

Experte
René Greiner
marketing + consulting
http://www.greinerteam.de

 

 

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